Die Open Air-Auftritte der Musikschulrockbands sind seit vielen Jahren ein Highlight im sommerlichen Programm der Stadt. Das war am vergangenen Freitag auch in diesem Jahr wieder so: Schon bei der ersten Band „The New Flow“ war der Pfullinger Marktplatz um 19 Uhr gut gefüllt. Mit Songs von Künstlern wie Rihanna oder Amy McDonald, überzeugend gesungen von Christina Barde, brachte die Band das Publikum in Stimmung. Julius Lindner bediente sein Keyboard ebenso souverän wie Loris Altea seine Gitarre, bei Udo Lindenbergs Hit „Ich mach´ mein Ding“ nutzte Noah Nahke die Gelegenheit zu einem heftig beklatschten Gitarrensolo. Ansonsten lieferten Mika Krohmer an den Drums und Samuel Probst am Bass das rhythmische Rückgrat für die solistischen Ausflüge ihrer Mitmusiker.
Die Band „3rd Floor“, für die der Auftritt der letzte in dieser Besetzung war, begann nach der Pause erst einmal in einer reduzierten unplugged-Besetzung ohne Schlagzeug, dafür mit Mika Krohmer am Cajon, der im nächsten Set ersetzt wurde von Drummer Jan Heidrich. Gitarren bilden schon immer das Fundament der Band: respektabel die Auswahl an talentierten Saitenkünstlern wie Joachim Träger oder Linus Bucher, ergänzt von Vokalisten wie Nico Haydt oder Silas Jirikovsky, die sich harmonisch in den Bandsound einfügen.
Musikalisch hat das alles Hand und Fuß, und es ist auch aller Ehren wert, welch vielfältiges Repertoire sich die Band in den letzten Jahren unter Anleitung des Musikschullehrer Jochen Probst erarbeitet hat: Eher ruhige Stücke wie Norah Jones´“Don´t know why“, gefühlvoll interpretiert von Feli Barde, wechselten ab mit souligen Nummer wie Bill Withers´ „Ain´t no Sunshine“, ehe dann gegen Ende der Rockturbo gezündet wurde. Und als dann gegen 22.30 als letzte Zugabe den AC/DC Hit „Highway to Hell“ angestimmt wurde, tanzte schon ein großer Teil der Besucher auf dem mittlerweile proppevollen Platz.